Das schöne Bild Das schöne Bild und seine Widersacher
2012
Das schöne Bild und seine Widersacher

Das schöne Bild und seine Widersacher
erschienen in: steirische Berichte, Dezember 2012

Können wir das schöne Bild des Ortes wahren, wenn sich das Leben, das das Bild in der Vergangenheit hervorgebracht hat, verflüchtigt hat? Können wir den Ortsbildschutz ernsthaft betreiben, ohne zugleich die Vision eines Lebens zu entwickeln, die diesem Bild gerecht wird? Der Text diskutiert die Paradoxien des Ortsbildschutzes im Spannungsfeld von leichtfertiger Zerstörung von Kulturgütern und philisterhafter Disneyfizierung von Lebensbildern, denen keine Realität mehr entspricht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Shared Space als Denkform in Architektur und Raumplanung 2011
Shared Space als Denkform in Architektur und Raumplanung 2011

Form, Halt, Respekt ‐ Shared Space als Denkform in Architektur und Raumplanung
Vortrag, Graz 2011

Der Text fragt nach dem gesellschaftlichen und kulturhistorischen Kontext der Ideen des Shared Space. Warum erscheint die Frage nach dem öffentlichen Raum jenseits seiner verkehrstechnischen Nutzung seit einigen Jahren wieder im gesellschaftlichen Bewusstsein auf? Welche Bedeutung hat das neue Interesse an der sozialen Nutzung des öffentlichen Raums? Welche Perspektiven für die urbane Entwicklung öffnen sich dadurch?

Shared Space Ausstellung HDA Graz Shared Space – Perspektiven für eine neue Kultur des öffentlichen Raums 2010
Shared Space – Perspektiven für eine neue Kultur des öffentlichen Raums 2010

Shared Space – Perspektiven für eine neue Kultur des öffentlichen Raums
Veranstaltungsort: HDA im Palais Thinnfeld, Mariahilferstraße 2, 8020 Graz
26.03.2010 bis 07.05.2010

Die Ausstellung stellt erstmals anhand von zehn Projekten aus ganz Europa das Konzept und die Idee des Shared Space in einem architektonischen Forum zur Diskussion: wo liegen die Potentiale des öffentlichen Raums jenseits der Verkehrsfrage? Wie beziehen sich gesellschaftliche und räumliche Aspekte aufeinander?

Kuratorin und Ausstellungsgestaltung: Heidrun Primas
Konzeption: FGM, Thomas Pilz und Christoph Schwarz

Towards a culture of attention Towards a Culture of Attentivness
2008
Towards a Culture of Attentivness

Towards a Culture of Attentivness
How we can use beauty to shape spaces of attentiveness
Lecture, Walk 21, Barcelona 2008

Aufmerksamkeit ist ein zentraler Wert in allen ethischen Theorien; Aufmerksamkeit ist eine wesentliche Funktion in der Theorie des Schönen; und Aufmerksamkeit ist eine zentrale Kategorie in der Wahrnehmung des Raumes, sofern wir ihn im Sinne des Shared Space verstehen: was kann die Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum erhöhen, was kann den Respekt füreinander steigern? Welche Rolle spielt dabei ein zeitgenössisches Konzept von Schönheit?

Kitsch als Stil Kitsch als Stil
2007
Kitsch als Stil

Kitsch als Stil
Der letzte Stil und das ironische Bekenntnis
Vortragstext, Frankfurt a.d. Oder, 2007

Wenn die Idyllenwelt‐Schönheit unerträglich wird, ohne dass sich die Sehnsucht danach verflüchtigt, tritt die aktuelle Strategie im reflektierten Umgang mit dem Kitsch auf: das Bekenntnis zum Zitat mit Ironie. Im Modus eines fragilen Als‐Ob spielen wir mit den Verheißungen und Identitätsangeboten; und bleiben doch stolz, niemals vergessen zu können, dass es keinen Rückweg in die einfache erste Welt gibt.

SchönheitundIntelligenzderTrampelpfade Schönheit und Intelligenz der Trampelpfade
2006
Schönheit und Intelligenz der Trampelpfade

Schönheit und Intelligenz der Trampelpfade
Voruntersuchungen zu einer zeitgemäßen Theorie des Schönen in der Architektur
Erschienen in: GAM 3, Sommer 2006

Trampelpfade verkörpern ihr eigenes, wildes Realitätsprinzip. Im Blick auf das Phänomen des Trampelpfades und im Versuch einer präzisen Beschreibung werden zentrale Begriffe und Motive der Architekturtheorie und Ästhetik sichtbar: der Topos von der gefundenen Form oder die Vision des absichtslosen Schönen werden im Kontrast zur unbestreitbaren Funktionalität von Trampelpfaden gesetzt. Zugleich stellt sich die Frage der Planbarkeit ebenso wie die nach einer angemessenen Theorie des ‚Organischen‘ in der Architektur.

Die erste Stufe oder der General treibt Unfug Die erste Stufe oder der General treibt Unfug
Die erste Stufe oder der General treibt Unfug

In einem heruntergekommenen Altstadtviertel in Panama City, El Chorrillo, verändert sich der Straßenraum, als seine Bewohner beginnen, Stufen zu bauen. Die Diplomarbeit erzählt die Entstehungsgeschichte eines architektonischen Eingriffs als plausible Fiktion, in der die Bewohner aus eigener Initiative und unterschiedlichsten Beweggründen ihre Straße mit Stufen versehen und sich auf die gleiche Weise auch der Niemandsländer an ihren Rändern bemächtigen.
Die komplexe Realität der Stadt, in der Geschichte und soziale Unterschiede einen enormen Stellenwert einnehmen, ließ einen konventionellen Planungsprozess als hilflose Fiktion erscheinen. Für El Chorrillo sind aufgrund seiner hohen Kriminalität keine finanziellen Mittel vorgesehen; dagegen wird in den benachbarten Altstadtvierteln die Gentrifizierung vorangetrieben. So dient die Stufe als Minimalfiktion, als unscheinbarer Impuls, der sich zum Selbstläufer wandelt. Sie lässt die Erforschung ihrer Auswirkungen auf das Stadtgewebe zu und tritt an die Stelle des Wechselspiels von Projekt und Realisierbarkeit.
Die Arbeit erscheint in einer romanhaften Erzählform, da eine ganzheitliche Stadtanalyse Panama Citys ebenso mit den Atmosphären der einzelnen Straßenzüge arbeiten muss. Genauso stellt der Roman aber auch das Medium dar, in dem die Angemessenheit einer subtilen Baumaßnahme getestet wird und erlaubt eine komplexe Betrachtung eines möglichen Eingriffs jenseits von vorgegebenen architektonischen und urbanistischen Kategorien.

Geplante Spontanität Geplante Spontaneität
2005
Geplante Spontaneität

Geplante Spontaneität. Von den Widersprüchen / Widerständen der
Spielraumgestaltung
Vortragstext, Graz 2005

Das kindliche Spiel erschließt die Welt, weil sie als veränderbar erlebt wird. Das kindliche Spiel führt in die Welt, solange es frei und spontan sein kann. Wie lässt sich der Raum planen, in dem Spontanität stattfinden kann? Welchen Raum geben wir unseren Kindern im Geflecht der modernen Stadt? Und wie kann es gelingen, dass bewusst gestaltete Spielräume nicht nur Reservate innerhalb einer kinderfeindlichen Lebensumwelt sind?

Terror der Attraktion Terror der Attraktion
2003
Terror der Attraktion

Der Diskurs um Schönheit, Wahrheit und Präzision und die ökonomische Verwertung von Aufmerksamkeiten. Vortragstext, Wien 2003

In der Antike waren das Wahre, Schöne und Gute daran zu erkennen, dass sie anziehend (attraktiv) waren. Der Text verfolgt das antike Motiv der Attraktion durch die Kulturgeschichte bis in die Gegenwart, in der der Kampf um Aufmerksamkeit in der Gesellschaft des Spektakels endet. Warum sind das Schöne, das Wahre und das Attraktive heute mitunter so weit voneinander entfernt?