Kunsthaus Graz

  • Ort: Garz
  • Jahr: 2000
  • Aufgabe: Ein magischer Ort in der Stadt
  • Partner: Jan Christian Heuser, Helge Carl, Architekturbüro Moosbrugger + Jartschitsch
  • Status: EU-weit offener Wettbewerb

Das Kunsthaus als Ort der Vermittlung von zeitgenössischer Kunst steht im Spannungsfeld von Kultur und Konsum. Ist Kunst nicht gerade das, was sich dem Zwang zum Konsum entzieht? Muss moderne Kunst angepriesen und vermittelt werden? Und: muss ein Kunsthaus selber offensiv und selbstbezogen in Erscheinung treten, oder entsteht ein magischer Ort in der Stadt durch die komplexe Verschränkung mit dem urbanen Kontext? – Unser Entwurf gruppiert die Nutzungen nach Funktionseinheiten gegliedert und in der Maßstäblichkeit an den Kontext der Muvorstadt angepasst um einen frei zugänglichen Innenhof: das im Erdgeschoss freigestellt Eiserne Haus (das selber in eine Schutzmaske gepackt wird und zum Ausstellungsstück mutiert) beherbergt die Camera Austria; ein zum Fluss orientierter Glaskörper (insgesamt in der Gestalt eine Glasvitrine ausgeführt) vesrchreibt sich dem Motto NUR NOCH HEUTE: Kunst im Schaufenster, Marktschreierei und andere Seminarformen, Handel und Cafe; in die zweite Reihe gestellt wird deer Ausstellungsbunker, von oben belichtet, nach innen orientiert, Raum der Kontemplation und der Konzentration, im Erdgeschoss an den Innenhofgebunden, weil dort die Werkstätten für die Restauration liegen und den guten Charakter des Handwerks zur Schau stellen. Zentrum ist der frei gestellt Innenhof, der als Bühne des öffentlichen Lebens die Kunst als gesellschaftliche Aktivität im Raum erscheinen lässt. Von hier aus erschließt sich die Stadt in der Stadt, in der die moderne Kunst zu dem befreit wird, was sie sein kann: der aufbrechende Prozess der gesellschaftlichen Verwandlung.