Hafnerstrasse

  • Ort: Graz
  • Jahr: 1996
  • Aufgabe: Eine starke Identität für den Wohnbau im ‚urban sprawl’
  • Partner: Christine Meraner
  • Status: Wettbewerb nicht realisiert

Im Niemandsland des südlichen Stadtrands von Graz. Die Identität des Ortes entsteht nur durch den Blick auf Kirche und Schloss auf den Hügelketten, die den westlichen Horizont bilden. Das innere Organisationsprinzip des Wohnbaukonzepts entsteht aus einer Folge von thematisch besetzten Gärten: Obstgärten, Nutzgärten, Ziergärten – öffentliche Räume, die einen starken Charakter entfalten. Diese Freiräume werden als städtebauliches Motiv aktiv – sie sind nicht der zweite Raum, der bleibt, nachdem die Gebäude gesetzt sind; sie sind das erste Prinzip, bestimmend und klar, das den Gebäuden den Platz zuweist. Durch die Versetzung der Gärten werden wichtige Blickachsen freigestellt. Die Bautypologie baut aus den durch die Wohnbauförderung geforderten Grundrissen des Geschosswohnbaus stadtvillenartige Baukörper, die auch im Niemandsland des urban sprawl großzügige Gebäudeindividuen entstehen lässt.